VIELE Musiker, aber EIN Klangkörper. Wie kommt das? Ganz einfach: üben, üben, üben! Wenn Musiker proben, sind sie auf der Suche nach dem gemeinsamen Ton, den sie bereits im Ohr haben. Probenräume entwickeln ihren eigenen Charme. Aufgestapelte Stühle, zusammengestellte Notenständer, ein in die Ecke geschobener Flügel, geöffnete leere Instrumentenkästen. Astrid Dlugokinski-Thoma verfolgte mit der Kamera von April 20O6 bis Juni 2007 jeweils eine Probe. So unterschiedlich die Besetzungen, Anlässe und Räume auch waren, alle haben eines gemeinsam. Die Musiker studierten Kompositionen des Komponisten Xaver Paul Thoma ein. Neben vielen Fotos ist auch jeweils eine Partiturseite des geprobten Werkes abgebildet.
Musiker proben -
Gertrud Junker und Xaver Paul Thoma
proben intensiv für ein Konzert mit Neuer Musik im Kirchheimer Schloss.
Probenräume - wie hier in der Kirchheimer Musikschule - entwickeln ihren eigenen Charme. Aufgestapelte Stühle, zusammengestellte Notenständer, ein in die Ecke geschobener Flügel. Der ganze Raum wartet auf die nächste grosse Aufführung.
Gertrud Junker -
Kalender: Zweisekundensequenz
"Zweisekundensequenz" Wie kurz sind 2 Sekunden? Genau 16 Bilder lang! Aufgenommen während der Orchesterprobe des Bad Mergentheimer Kammerorchesters zeigt eine Zweisekundensequenz ein paar Taktschläge, einen Bogenstrich, einen Fingersatz oder Konzentration pur mit einem Augenaufschlag. Für jeden Monat gibt es eine 16-teilige Fotosequenz, aufgenommen innerhalb von 2 Sekunden. Alle Fotos dieses grossen Kalenders ----->34 cm x 48 cm<----- können Sie auch einzeln herunterladen.
Nicht nur die Musiker sollen sich wohl fühlen, auch die Konzertbesucher sahen ihre Kirche in einem anderen Licht. Der Lichtdesigner rollt Kabeln aus und installiert Scheinwerfer. Zum Konzert wird der Kirchenraum in farbiges Licht gehüllt. Nicht nur für die Ohren, auch für die Augen wurde dieses Konzert zu einem besonderen Erlebnis.
Musiker von Archi di Colonia mit Dirigent Peter Bo -
Probendurchlauf mit dem Komponisten
Im Stimmzimmer der Violinen in der Stuttgarter Staatsoper treffen sich Holger Koch, Friederike Baltin und Joachim Hess zur Streichtrio-Probe. Tische werden zur Seite geschoben, um dazwischen einen Platz zum Üben zu finden.
Joachim Hess und Xaver Paul Thoma -
Die Serenade für Geige und Gitarre
komponierte Xaver Paul Thoma im Juli 1988 in Loitze, einem kleinen Dorf in der Swinmark, dicht an der Grenze zur ehemaligen DDR.
Bei ihrer Probe in der Stadthalle Asperg tauchen Roland Heuer und Stefan Koch-Roos ein in die Kompositionszeit und Gedankenwelt dieser Abendmusik.
Die norddeutsche Landschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Himmel. Farbenfrohe Sonnenuntergänge zeigen das Wetter für den nächsten Tag. Geht die Sonne gelb bis grün/grau unter, wird es regnen. Gelb-violette Sonnenuntergänge verheissen nichts Gutes - meistens Unwetter. Orange deutet auf einen trockenen Tag hin. Glutrote Sonnenuntergänge versprechen einen Sonnentag.
Stefan Koch-Roos zur blauen Stunde -
Blickkontakt im Quartettspiel
Mit den Augen geben sich die Musikerinnen den Einsatz und kontrollieren, ob die Bogenstriche zusammen sind, werfen sich die (musikalischen) Bälle zu und übergeben einander die Melodien oder Motive. In den Quartettproben wachsen die Musikerinnen zusammen - VIER Spielerinnen, aber es muss klingen wie EINE. Üben und Absprechen dient dazu, dass es immer gleich gespielt wird, mit gleicher Bogenlänge, gleichem Auf- und Abstrich. Oft bestehen Quartettproben aus mehr Diskussion als Spielen, bis alles festgelegt ist.
Blickkontakt im Quartettspiel -
Uraufführungen sind spannend
und bereiten immer ein wenig Nervenkitzel. Sie wecken den Ehrgeiz der Musiker, weil es noch keine Vergleichsmöglichkeit gibt. Jedes Stück ist anders – eben beispiellos. Alle sind gut vorbereitet. Sie haben die Partitur studiert, ihre Stimme geübt und besitzen auch eine bestimmte Vorstellung, wie sich der Zusammenklang anhört. Alle fünf Musiker sind auf der Suche nach dem gemeinsamen Ton, den sie bereits im Ohr haben.
Uraufführungen sind spannend -
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Astrid
Dlugokinski-Thoma Proben Musikerinnen
und Musiker auf der gemeinsamen Suche nach dem bestimmten
Klang Über
100 grossformatige Farbfotos und eine Partiturseite für jede
Probe.